Geschichte

Geschichte

"Jauchzet frohlocket, auf preiset die Tage
rühmet was heute der Höchste getan.
Lasset das Zagen, verbannet die Klage,
stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an.
Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören,
lasst uns den Namen des Herrschers verehren."

J.S.Bach Eingangschor Weihnachtsoratorium

Die Anfänge des Chors haben ihre Wurzeln im Schülerinnen- und Schülerchor der Sekundarschule Rapperswil BE.
Im Advent 1987 singen die Kinder des Schülerinnen- und Schülerchors erstmals gemeinsam mit einem ad-hoc Chor, bestehend aus Eltern und Interessierten, die Missa brevis D von Mozart in der Kirche Rapperswil.
Dieses Ereignis ist der Ursprung des Konzertchors. Nach einigen Weihnachtskonzerten erklingt im Frühsommer 1990 die Petite Messe Solennelle von Rossini. Die Mitwirkenden sind vom Gesang derart angetan, dass sie sich für ein ganzjähriges Chorengagement aussprechen. Mit dem grossartigen Werk von Rossini wird der Singkreis und später Konzertchor Rapperswil definitiv in der Chorlandschaft wahrgenommen worden.

Viele grossartige Werke dürfen wir im Laufe der Jahre aufführen. In den 90er-Jahren gehören auch einige Konzertreisen nach Tschechien zum Programm.
In Budweis und Krumlov singen wir in der Folge Bachs Weihnachtsoratorium, Dvoraks Stabat Mater und Mendelssohns Elias.

Später wird es ruhiger. Wir bereiten ein bis zwei Konzerte vor pro Jahr. Bekannte und weniger bekannte Werke zeichnen unsere Programme aus, so unter anderem Arthur Honeggers Cantate de Noël, Fanny Mendelssohns Oratorium oder die Queens Symphonie von Tolga Kashif mit der Musikgesellschaft Suberg-Grossaffoltern.

In der zweiten Dekade des Chors entsteht eine lose Zusammenarbeit mit dem Cantus Regio aus Thun.
Gemeinsam führen die beiden Chöre Verdis Requiem, Orffs Carmina Burana, Mendelssohns Lobgesang und Elias gemeinsam auf. Diese Zusammenarbeit bildet immer neue Höhepunkte im Chorleben.

Auch kommen neue Konzertformate hinzu. An den Apérokonzerten begrüssen wir unsere treuen Gönner*innen und Spender*innen zu kurzen Konzerten. Wir singen weltliche und geistliche Werke, meist mit Klavierbegleitung. Der Anlass wird mit einem anschliessenden Apéro riche ergänzt. Diese Konzerte sind sehr beliebt und werden sehr gut besucht.

Im Laufe der letzten zehn Jahre gab es nochmals einige Reisen nach Horsovsky Tin in Tschechien. Unvergessen bleiben die Aufführungen von Händels Messias  in der Klosterkirche Kladubry.

Den dreissigsten Geburtstag des Chors im Jahre 2017 durften wir mit einem ganz speziellen Event begehen. Wir bereiteten die Schöpfung von Joseph Haydn vor und gestalteten sie szenisch in den Hallen der Düngerfabrik Hauert in Suberg-Grossaffoltern. Grossartig war das Echo der Besucherinnen und Besucher.

Als 2019 der Kanton Bern für Chöre das Impulsprojekt «Chantons» lancierte, hat sich der Konzertchor dafür beworben. Die Freude war riesig, als wir im Dezember 2020 den Bericht erhielten, dass wir zu den ausgewählten Ensembles gehören und bald den Preis in Empfang nehmen dürfen.

Der Impulsbeitrag erlaubt uns, in Zukunft Uraufführungen, Erstaufführungen und überregionale Projekte zu planen. Auch ermöglicht uns die Auszeichnung, noch gezielter mit Fachleuten in die Stimmen der Chorsängerinnen und Chorsänger zu investieren.
Es ist eine wunderbare Art, das Fortbestehen des Chorgesangs zu gewährleisten.

 Im Dezember 2021 dürfen  wir ein Werk präsentieren, das in der Schweiz erstmals aufgeführt wird: das Neujahrsoratorium von Georg Gebel. Für 2022 haben wir Rossinis Petite Messe Solennelle in der Orchesterversion als Gemeinschaftskonzert mit dem Cantus Regio geplant.

Ganz besonders freuen wir uns auf die Uraufführung des Requiems des Schweizer Komponisten und Posaunisten Hans-Peter Schiltknechts (*1950) im November 2022 mit einem Bläserensemble und Orgel.

Peter Loosli, Grossaffoltern, im November 2021